Abschied der Kirchenkreisjugendwartin Lena Schäfer

Als sie vor fast genau vier Jahren ihr Amt als Kirchenkreisjugendwartin antrat, war Diakonin Lena Schäfer (31) mit einer befristeten Projektstelle eingestellt, deren Fortführung ungewiss war. Seitdem ist viel passiert: Mit ihrer Begleitung haben die Jugendlichen des Kirchenkreises ein Konzept entwickelt, in dem sie die Ziele, Möglichkeiten und Aufgaben der Jugendarbeit auf Kirchenkreisebene ausgearbeitet haben. Damit überzeugten sie vor zwei Jahren die Kirchenkreissynode, die Stelle dauerhaft und in Vollzeit in den Stellenplan aufzunehmen und damit klar zu signalisieren, dass die Jugend ein ganz wichtiger Teil der Kirche ist. 

In der Jugendarbeit steht die Vernetzung der Gemeinden an zentraler Stelle – als Voraussetzung für gemeinsame Projekte, was in den letzten Jahren ausgezeichnet gelungen ist. So war der Kirchenkreis Winsen in den letzten Jahren als eher kleiner Kirchenkreis bei den Landesjugendcamps immer mit fast hundert Jugendlichen unter den größten angereisten Gruppen. „Die Jugendlichen haben richtig tolle Arbeit geleistet hier, sie werden mir fehlen“, sagt Lena Schäfer, die nun in der Winsener St. Marien-Kirche verabschiedet wurde: „Leider waren coronabedingt die Plätze begrenzt. Ich danke auch denen, die nicht kommen konnten, für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.“ Lena Schäfer beginnt im November eine neue Aufgabe als Diakonin in ihrer Heimatgemeinde in Haltern am See.

In einer emotionalen Andacht mit vielen ihrer beruflichen Wegbegleitern entpflichtete Superintendent Christian Berndt sie von ihren Aufgaben im Kirchenkreis. Er äußerte sich traurig über ihren Abschied und gleichzeitig voller Anerkennung für ihre Arbeit: „Wir sind dankbar für das, was in der gemeinsamen Zeit hier gewachsen ist.“ Die Stelle der Kirchenkreisjugendwartin soll nun wieder in Vollzeit ausgeschrieben werden. Diese Entscheidung des Kirchenkreisvorstands ist keine Selbstverständlichkeit, weil dem Kirchenkreis in den nächsten Jahren weniger Geld zur Verfügung stehen wird. 

Kirchenkreisvorstandsmitglied Gerhard Koepsel gab Einblick in die Entscheidungsfindung des Gremiums: „Aufgrund der nötigen Einsparungen in den nächsten Jahren steht jede Kostenstelle auf dem Prüfstand, auch die Stelle der Kreisjugendwartin. Es ist beeindruckend, die Jugendlichen in der Kirchenkreissynode zu erleben. Die Jugendarbeit ist ein Beispiel dafür, dass manchmal das Geld dem Inhalt folgen muss – wir werden die Stelle voll neu ausschreiben und an anderer Stelle sparen.“